Ausloberin
newPark Planungs- und Entwicklungsges.mbH, Datteln

Wettbewerb
2013

Fachberatung Ökologie:
Büro Hermanns
Landschafts- architektur/Umweltplanung, Niederkrüchten

 

Wettbewerb

"Grün- und Freiraumplanung Los P11" für das Industrieareal newPark, Datteln 2013
1.Preis

Zum besseren Verständnis unserer Planung führen wir die schriftliche Begründung des Preisgerichts vom 18.03.2013 auf:

Die vorliegende Arbeit löst die gestellte Aufgabe in hervorragender Art und Weise. Auf die charakteristische Kulturlandschaft wird durch den vorliegenden Entwurf schlüssig, überzeugend und in angemessener Form reagiert. Die Industrieflächen sind umgeben von einem wertvollen Landschaftsraum, auf dessen prägende Elemente - Schwarzbach und Lippe - angemessen reagiert wurde. Die dazwischen liegenden Verbindungen und einige wertvolle Wald- und Biotopflächen wurden in den Entwurf integriert. Inszenierte "Hofbaumschaften" und verbindende "Landschaftsspangen" schaffen einen abwechslungsreichen und lebendigen Park. Aus der orthogonalen Struktur der Rieselfelder heraus wird die Umgebungslandschaft des newPark mit klar begrenzten Formen und Flächen neu zugeschnitten. Das Wechselspiel von Abstimmung, Öffnung und Vernetzung stellt vielfältige Atmosphären im Freiraum her.
Dem Entwurf gelingt eine eigenständige, gut proportionierte Komposition für den Ort. Die Profilierung der Fließgewässer, die innere Struktur, die Querung der Magistrale, die Übergänge zur Hofschaft Pelkum und zur Agrarlandschaft sind selbstverständlich und nachvollziehbar inszeniert.
Das Konzept einer attraktiven Parkgestaltung unter ökologischen Aspekten ist durch die Freiraumplanung und die Vorschläge zur Entwässerung gegeben. Die vorhandene Allee an der K 12, die Lindenreihe an der Magistrale und die Waldgebiete wurden in das Konzept integriert und bilden die Kulisse für die neue Bepflanzung. Die gut ablesbare und schlüssige Konzeption für die Regenwasserbewirtschaftung der öffentlichen und privaten Grundstücksflächen erfolgt auch durch einen angemessenen Umgang mit der Schwarzbachaue. Entlang des Schwarzbaches werden zudem Versickerungsflächen angelegt und als Ausgleichsflächen qualifiziert.
Zur Allee an der K 12 werden die Industrieflächen durch eine Saumbepflanzung auf herzustellenden Erdwällen abgeschirmt. Die Verwendung von Bäumen, Saumpflanzungen und Gebüschen erfolgt akzentuiert und gut strukturiert.
Entrée West und Ost werden mit Baumkarreé´s betont, deren Dimension in der Fortschreibung überprüft werden sollte.
Der "newPark See" und die "showrooms" werden als Angebotsplanung begrüßt, sind jedoch in ihrer Lage, Dimension und ihrem Zweck entsprechend zu hinterfragen. Die Bildung von Baumabschnitten unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte ist gegeben.
Die Kosten des Entwurfs sind nachvollziehbar aufgestellt und erscheinen dem Preisgericht wirtschaftlich angemessen und plausibel.
Die Vermarktung des newPark wird durch die Adressenbildende Gestaltung der revitalisierten Industrieanlage unterstützt worden. Eine vorgezogene Herstellung des Parks könnte zur Bildung der Adresse beitragen.